das erinnert mich daran, wie mein Vater mal mit einer Gruppe von Leuten vor einer Vogeltafel stehen blieb und meine damals sechsjährige Schwester extralaut gefragt hat, wie der Vogel, auf den er zeigt (Spatz) heißt, um zu zeigen, was sie schon alles weiß. Und meine Schwester, klar und bestimmt: “Piepmatz!”
Meiner Mutter ging das mal andersrum. Als sie ihrer damals ca. 2.5 jährigen Enkelin eine schwarzen Vogel im Garten zeigte und das mit dem Wort »Vogel« benannte, sagte diese bestimmt »Is Amsel”«.
Wieso kommt eigentlich mit dem eigenen Nachwuchs unausweichlich auch die Zwangsvorstellung, dass man alles Gewächs und Getier benennen können müsste (das beobachte ich übrigens auch bei mir selbst). Könnte es daran liegen, dass uns unsere eigenen Eltern als wir uns dafür interessierten ebenso wie hier gezeigt eine nichtvorhandene Kompetenz vortäuschten? Und dass uns, als wir dann alt genug waren um eine solch simple Täuschung zu durchschauen, Botanik und Zoologie nicht mehr so brennend interessierten (außer ausgestorbene Tiere natürlich)? Dass wir also im festen Glauben aufwuchsen, dass Eltern sowas halt wissen? Und dass wir das als Eltern also auch selbst zu wissen haben? Sind durch derartiges kreatives, freies Benennen nicht überhaupt erst Namen wie Forsythie, Rhododendron und Co entstanden?
Oder hab ich einfach in Bio nicht aufgepasst?
vielleicht wird hector in 30 jahren, wenn er seine eigenen kinder hat, ein wissendes gesicht aufsetzen und sagen: “und das hier ist ein knosperich”, weil sich diese episode in sein hirn eingebrannt hat, und er nicht imstande ist, den richtigen namen zu lernen?
February 25th, 2008 at 18.53
*prust* *hust* *gacker* Einfach herrlich!
February 25th, 2008 at 19.31
lets call it KNOSPERANTO !
February 25th, 2008 at 20.49
könnten das die forsythien sein? *klugscheiß*
February 25th, 2008 at 21.50
Allererste Klasse!
February 25th, 2008 at 22.26
Forsythien? Zaubernuß! (angeb)
February 26th, 2008 at 08.58
egal!
Hallo Frühling!
February 26th, 2008 at 09.08
Ach ja, die Forsüzien!
Gehören auch zu den Gewächsen, von denen man bei näherem Betrachten des Namens nicht mehr sicher ist, wie er richtig geschrieben wird.
Krysantemen, Rododendron …
Ganz ehrlich, im ersten Augenblick habe ich gezweifelt.
February 26th, 2008 at 09.20
Hector’s Bagger inspiriert mich am ehesten
February 26th, 2008 at 09.32
das erinnert mich daran, wie mein Vater mal mit einer Gruppe von Leuten vor einer Vogeltafel stehen blieb und meine damals sechsjährige Schwester extralaut gefragt hat, wie der Vogel, auf den er zeigt (Spatz) heißt, um zu zeigen, was sie schon alles weiß. Und meine Schwester, klar und bestimmt: “Piepmatz!”
February 26th, 2008 at 10.59
Meiner Mutter ging das mal andersrum. Als sie ihrer damals ca. 2.5 jährigen Enkelin eine schwarzen Vogel im Garten zeigte und das mit dem Wort »Vogel« benannte, sagte diese bestimmt »Is Amsel”«.
February 26th, 2008 at 12.29
Wieso kommt eigentlich mit dem eigenen Nachwuchs unausweichlich auch die Zwangsvorstellung, dass man alles Gewächs und Getier benennen können müsste (das beobachte ich übrigens auch bei mir selbst). Könnte es daran liegen, dass uns unsere eigenen Eltern als wir uns dafür interessierten ebenso wie hier gezeigt eine nichtvorhandene Kompetenz vortäuschten? Und dass uns, als wir dann alt genug waren um eine solch simple Täuschung zu durchschauen, Botanik und Zoologie nicht mehr so brennend interessierten (außer ausgestorbene Tiere natürlich)? Dass wir also im festen Glauben aufwuchsen, dass Eltern sowas halt wissen? Und dass wir das als Eltern also auch selbst zu wissen haben? Sind durch derartiges kreatives, freies Benennen nicht überhaupt erst Namen wie Forsythie, Rhododendron und Co entstanden?
Oder hab ich einfach in Bio nicht aufgepasst?
February 26th, 2008 at 17.35
vielleicht wird hector in 30 jahren, wenn er seine eigenen kinder hat, ein wissendes gesicht aufsetzen und sagen: “und das hier ist ein knosperich”, weil sich diese episode in sein hirn eingebrannt hat, und er nicht imstande ist, den richtigen namen zu lernen?