“Was hörst Du denn gerne” ist (jedenfalls in meinem Fall) schon immer die falsche Frage gewesen.
Was höre ich *gerrne*? Nichts. Wirklich nichts. “Gerne” heißt für mich: diffuses Wohlgefallen… oder zumindest nicht: Missfallen. Ich kenne Leute, die “gerne” Musik hören… das sind Leute, die in der Lage sind Radio zu hören. Egal ob Pop-Sender, Indi-Funk oder spezialisiertes Web-Radio: jedenfalls Radio.
Das kann ich einfach nicht.
Musik ist für mich eher Belastung oder Betätigung als beiläufiger Spaß… es gibt Lieder, die ich liebe, Lieder, die mich schier wahnsinnig machen und Lieder, die ich hasse (die meisten). Aber so nebenbei weghören? Geht nicht. Und je älter ich werde (leider) immer weniger.
Insofern… “gerne”? Nichts. Aber mit tiefer Liebe (oder abgrundtiefem Abscheu): so einiges.
Daraus, dass ich auf dem neuen Superpunkalbum alles gut finde und kein Lied unnötig, schließe ich mal, daß mir eine gewisse jugendliche Begeisterungsfähigkeit geblieben ist. Schön! Auch schön: Superpunk live – ganz großes Kino.
Der “Mensch ohne Musikgeschmack” sieht so herrlich farblos aus!
Ich bin übrigens ein sehr wählerischer Musikliebhaber. Radio mag ich nicht. Wenn da mal ein guter Song läuft, kommt danach irgendein Super-GAU, so dass meine gute Laune wieder futsch ist.
Das Dilemma unserer Generation: Es ist zwar gut, dass wir uns nicht mehr so blind für eine Sache begeistern wie unsere Eltern 68 und unsere Großeltern 33 – es wird aber dadurch fast unmöglich zu überhaupt irgendetwas noch so eine Haltung zu entwickeln; nicht bei politischen Themen und nicht einmal bei unwichtigen Themen wie Musik.
Ich höre gern Klassik, Jazz, ethnische Musik und den sogenannten “progressive Rock” der 70 Jahre. Allerdings weniger die damaligen Supergruppen Genesis, Yes oder ELP, mehr Bands wie Gong, Hawkwind, Van der Graaf Generator, Guru Guru, Amon Düül 2 oder Embryo. Der moderne Pop ist meines Erachtens größtenteils purer Mist; Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine neuere Band, die ich sehr gern höre, ist das französische Trio Hadouk, die eine Art Ethno-Jazz spielen.
“Ethnische Musik” – grusel! Ist nicht jede Musik “ethnisch”?! Ich beobachte hier in Berlin auch jeden Tag mit steigendem Interesse die kutlurellen Beiträge der indigenen Ethnie, zum Beispiel sprach mich neulich ein älterer Herr an: “Junger Mann, ich bin ein `local’!”. Verrückt. Sollte mal jemand ein Lied drüber machen.
Sag mir einen besseren Begriff, und ich benutze ihn. Volksmusik? Nein danke! Folk? Da denken alle an akustische Gitarren und “hey nonny nonny”. Also bleibe ich bei “ethnisch”, obwohl mir das auch nicht so toll gefällt.
April 25th, 2008 at 18.58
auf ein wort her fabrikan!
April 25th, 2008 at 20.02
rock’n'roll will never dead!
April 25th, 2008 at 22.48
Das is doch mal ein okayes Vorbild!
April 25th, 2008 at 23.19
“Was hörst Du denn gerne” ist (jedenfalls in meinem Fall) schon immer die falsche Frage gewesen.
Was höre ich *gerrne*? Nichts. Wirklich nichts. “Gerne” heißt für mich: diffuses Wohlgefallen… oder zumindest nicht: Missfallen. Ich kenne Leute, die “gerne” Musik hören… das sind Leute, die in der Lage sind Radio zu hören. Egal ob Pop-Sender, Indi-Funk oder spezialisiertes Web-Radio: jedenfalls Radio.
Das kann ich einfach nicht.
Musik ist für mich eher Belastung oder Betätigung als beiläufiger Spaß… es gibt Lieder, die ich liebe, Lieder, die mich schier wahnsinnig machen und Lieder, die ich hasse (die meisten). Aber so nebenbei weghören? Geht nicht. Und je älter ich werde (leider) immer weniger.
Insofern… “gerne”? Nichts. Aber mit tiefer Liebe (oder abgrundtiefem Abscheu): so einiges.
April 26th, 2008 at 01.17
Daraus, dass ich auf dem neuen Superpunkalbum alles gut finde und kein Lied unnötig, schließe ich mal, daß mir eine gewisse jugendliche Begeisterungsfähigkeit geblieben ist. Schön! Auch schön: Superpunk live – ganz großes Kino.
April 26th, 2008 at 09.06
Ich find ja Ete ganz groß.
April 26th, 2008 at 10.22
Der “Mensch ohne Musikgeschmack” sieht so herrlich farblos aus!
Ich bin übrigens ein sehr wählerischer Musikliebhaber. Radio mag ich nicht. Wenn da mal ein guter Song läuft, kommt danach irgendein Super-GAU, so dass meine gute Laune wieder futsch ist.
April 26th, 2008 at 13.15
Ich liebe Musik, ich könnte ohne Musik garnicht auskommen..aber bei der musik, die ich an meine ohren lasse, bin ich wählerisch
April 26th, 2008 at 17.04
wordy!
April 26th, 2008 at 22.22
Hand auf´s Herz:
Wer hat alles für Panel 4 per Rechts-Klick rangezoomt?
April 26th, 2008 at 23.01
Ob the Clash oder Vivaldi, I love gute Musik !
April 26th, 2008 at 23.02
Ob The Clash oder Vivaldi: I love gute Musik!
April 27th, 2008 at 12.59
Die Türen haben ihre tollen Momente aber super ist nur Superpunk. Pissespuren auf meinen Schuhen!
April 27th, 2008 at 13.37
Das Dilemma unserer Generation: Es ist zwar gut, dass wir uns nicht mehr so blind für eine Sache begeistern wie unsere Eltern 68 und unsere Großeltern 33 – es wird aber dadurch fast unmöglich zu überhaupt irgendetwas noch so eine Haltung zu entwickeln; nicht bei politischen Themen und nicht einmal bei unwichtigen Themen wie Musik.
BTW: Ich mag gute Musik.
April 27th, 2008 at 17.52
Ich höre gern Klassik, Jazz, ethnische Musik und den sogenannten “progressive Rock” der 70 Jahre. Allerdings weniger die damaligen Supergruppen Genesis, Yes oder ELP, mehr Bands wie Gong, Hawkwind, Van der Graaf Generator, Guru Guru, Amon Düül 2 oder Embryo. Der moderne Pop ist meines Erachtens größtenteils purer Mist; Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine neuere Band, die ich sehr gern höre, ist das französische Trio Hadouk, die eine Art Ethno-Jazz spielen.
April 28th, 2008 at 12.07
“Ethnische Musik” – grusel! Ist nicht jede Musik “ethnisch”?! Ich beobachte hier in Berlin auch jeden Tag mit steigendem Interesse die kutlurellen Beiträge der indigenen Ethnie, zum Beispiel sprach mich neulich ein älterer Herr an: “Junger Mann, ich bin ein `local’!”. Verrückt. Sollte mal jemand ein Lied drüber machen.
April 28th, 2008 at 19.02
Sag mir einen besseren Begriff, und ich benutze ihn. Volksmusik? Nein danke! Folk? Da denken alle an akustische Gitarren und “hey nonny nonny”. Also bleibe ich bei “ethnisch”, obwohl mir das auch nicht so toll gefällt.
April 29th, 2008 at 21.25
Jeder hört immer die beste Musik.