Schwabe! Sieht man doch auf den ersten Blick! Also wirklich!
Was ein Hesse sagt, versteht man. Auch, wenns irgendwo geschrieben steht. Aber geschriebenes Schwäbisch ist schmerzhaft und ermüdend, musste mich regelrecht zwingen, Haimos Gebabbel zu entziffern :/ “Geh aafach zum nächste Bild! Schert sisch kaa Aas net drum!” Aber obwohl da mein Frankfurter Gewissen nicht ganz Unrecht hatte, hab ichs dann doch gemacht. Nach einer halben Stunde intensiver Recherche mithilfe Schlüter-Hallenmayers Deutsch-Schwäbisch-Wörterbuches ist es mir dann auch tatsächlich gelungen, festzustellen, was das Geschreibsel heißen soll. Seufz. Harte Arbeit!
Nun entschuldigt mich bitte, ich muss mich unter meinen Schreibtisch ducken, um den Wurfgeschossen der aufgebrachten Schwaben zu entgehen.
Natürlich ist es kein Schwäbisch, lieber Wiesenzwerg, denn die Schwaben machen aus dem “s” genau dann ein “sch”, wenn ein “t” danach kommt. Ich finde, das klingt eher nach irgendwo nördlich von Bayern-Badenwürschtlesberg, also sogenanntes Restdeutschland
…im übrigen ist das “Schwabenland” mindestens so zersplittert wie der Balkan (aber bis jetzt ohne Übergriffe) Das unselige badisch wird z.B. auch oft reingerechnet obwohl das eigentlich durch den Rhein abgetrennte Pfälzer sind (wegduck).
Aber ‘feddisch’ sagt man in der ’schwäbischen Sprachregion’ glaube ich trotzdem nirgends – da wo ich herkomme würde man das z.B. mit unglaublichen Kehllauten um das r herum aussprechen – also eher klingonisch als hessisch und auch in der Region Stuttgart – die gewissermassen die Rezeption für Schwäbisch durch Mediendominanz definiert – würde man nicht ‘feddisch’ sagen.
(Im letzten Bild steht ‘ferdisch’ – das ist es aber auch nicht – eher sowas wie ‘ferdig’ vielleicht – wobei die Kehllaute irgendwie immer verloren gehen – naja – lass es halt einsprechen…haha..am besten vom schöpfer selbst – mit flash ja eigentlich kein problem )
ach
aber
genau
super geschichte – sehr lustig und diese art hochrechnung ist mir sehr vertraut
Des isch oms verrecke koi Schwäbisch, grad erscht koi Tübinger Schwäbisch!
Haimo, wehr de!
Ich habe eher den Eindruck, der Herr Leo hat – in der Gewissheit, dass er ohnehin kein Schwäbisch hinbekommt – absichtlich dieses grausliche Kauderwelsch aus Schwäbisch, Hessisch, Fränkisch und Schwyzerdeutsch gewählt. Sozusagen die Flucht nach vorne.
Herausgekommen ist eine völlig neue Sprache: Zwarwäldisch!
@kaspernase
nicht schlecht
wobei ich sagen muss, dass leos zwarwäldisch version im direkten vergleich mehr charme hat – und es ist ja auch interessant wie das tübinger gebrabbel bei ihm angekommen ist
June 30th, 2009 at 19.07
is haimo nu schwabe oder hesse?…. muss für kölner ohren (augen) gleichemassen anstrengend sein ^^
June 30th, 2009 at 20.04
Schwabe! Sieht man doch auf den ersten Blick! Also wirklich!
Was ein Hesse sagt, versteht man. Auch, wenns irgendwo geschrieben steht. Aber geschriebenes Schwäbisch ist schmerzhaft und ermüdend, musste mich regelrecht zwingen, Haimos Gebabbel zu entziffern :/ “Geh aafach zum nächste Bild! Schert sisch kaa Aas net drum!” Aber obwohl da mein Frankfurter Gewissen nicht ganz Unrecht hatte, hab ichs dann doch gemacht. Nach einer halben Stunde intensiver Recherche mithilfe Schlüter-Hallenmayers Deutsch-Schwäbisch-Wörterbuches ist es mir dann auch tatsächlich gelungen, festzustellen, was das Geschreibsel heißen soll. Seufz. Harte Arbeit!
Nun entschuldigt mich bitte, ich muss mich unter meinen Schreibtisch ducken, um den Wurfgeschossen der aufgebrachten Schwaben zu entgehen.
June 30th, 2009 at 20.05
Übrigens: Wunderschöne Brille!
June 30th, 2009 at 21.26
Wenn Du schon übersetzt hast, warum nach Hochdeutsch und nicht Kölsch?
June 30th, 2009 at 21.42
Damit ichs selber auch noch versteh.
June 30th, 2009 at 23.19
Das Interview mit den beiden am Ende der Woche auf der ComicRadioShow u.a. mit einem Bild vom zweiten Gustav-Buch!
Ja, JAAA!
June 30th, 2009 at 23.20
Natürlich ist es kein Schwäbisch, lieber Wiesenzwerg, denn die Schwaben machen aus dem “s” genau dann ein “sch”, wenn ein “t” danach kommt. Ich finde, das klingt eher nach irgendwo nördlich von Bayern-Badenwürschtlesberg, also sogenanntes Restdeutschland
July 1st, 2009 at 03.29
Ihr Fischkepf henn doch elle d’r Schuß idd g’hairt! Grasdaggl, elendige!
July 1st, 2009 at 08.10
lol skraave… klingt irgendwie nach ostalb was du da schreibst….
July 1st, 2009 at 10.06
…im übrigen ist das “Schwabenland” mindestens so zersplittert wie der Balkan (aber bis jetzt ohne Übergriffe) Das unselige badisch wird z.B. auch oft reingerechnet obwohl das eigentlich durch den Rhein abgetrennte Pfälzer sind (wegduck).
)
Aber ‘feddisch’ sagt man in der ’schwäbischen Sprachregion’ glaube ich trotzdem nirgends – da wo ich herkomme würde man das z.B. mit unglaublichen Kehllauten um das r herum aussprechen – also eher klingonisch als hessisch und auch in der Region Stuttgart – die gewissermassen die Rezeption für Schwäbisch durch Mediendominanz definiert – würde man nicht ‘feddisch’ sagen.
(Im letzten Bild steht ‘ferdisch’ – das ist es aber auch nicht – eher sowas wie ‘ferdig’ vielleicht – wobei die Kehllaute irgendwie immer verloren gehen – naja – lass es halt einsprechen…haha..am besten vom schöpfer selbst – mit flash ja eigentlich kein problem
ach
aber
genau
super geschichte – sehr lustig und diese art hochrechnung ist mir sehr vertraut
July 1st, 2009 at 10.09
Nachtrag:
“Haimo Kinzler (*1960) ist ein Tübinger Comic-Zeichner und -Autor.”
Tübingen also…pffft
July 1st, 2009 at 10.24
Des isch oms verrecke koi Schwäbisch, grad erscht koi Tübinger Schwäbisch!
Haimo, wehr de!
Ich habe eher den Eindruck, der Herr Leo hat – in der Gewissheit, dass er ohnehin kein Schwäbisch hinbekommt – absichtlich dieses grausliche Kauderwelsch aus Schwäbisch, Hessisch, Fränkisch und Schwyzerdeutsch gewählt. Sozusagen die Flucht nach vorne.
Herausgekommen ist eine völlig neue Sprache: Zwarwäldisch!
July 1st, 2009 at 10.31
Der Horror!
July 1st, 2009 at 10.45
Ich hab die relevanten Panels mal ins Schwäbische übersetzt, damit es verständlich wird:
Du, mir machet des so, dass ii d’Gschicht i Veirezwanzg Stond schreib, ond du machsch doi Skizz au i Veirezwanzg Stond.
Scho isch’s Büchle fèrrdig.
—
Uff d’ Spätzle, fèrrdig, Sooß!
July 1st, 2009 at 11.15
@kaspernase
nicht schlecht
wobei ich sagen muss, dass leos zwarwäldisch version im direkten vergleich mehr charme hat – und es ist ja auch interessant wie das tübinger gebrabbel bei ihm angekommen ist
July 1st, 2009 at 11.30
@Andie: so gesehen muss ich dir Recht geben. Loschd in Transläschn könnte man sagen.
Mal sehen, ob demnächst ein Cartoon in Kölsch auf Sonntagsauch.de zu bestaunen sein wird…
July 5th, 2009 at 09.17
S’ Gschichtle is ja schoo ned schleecht, aber bei dem Gschwätz dezu schmeisch di wegg.
Fehler in der Artikulation möge man mirr verzeihen, gehöre eigentlich zur Splitergruppe der Hohenloher Franken…
Grüßle – Dr. Klaus Trophobie