wirklich ekelhaft dieser alberne wahrzeichen-müll, durch den man ständig auf die stadt blicken muss. besonders schön dafür das rot-blaue camouflagemuster auf den sitzen, in dem sich schlumpfkaugummis und nasenblut bestens tarnen können.
Hat einer ne Ahnung warum der »Berliner Kamm« multipel flächendeckend auf die Scheiben geklebt wurde? Ist die Stadt so hässlich geworden, dass man das an der Stelle kaschieren will, oder gibt es einen »vernünftigen« Grund.
@ Christof: der “vernünftige” Grund ist der, dass die BVG nicht erträgt, dass da kleine Jungs Muster in die Fensterscheiben kratzen könnten. Also kommt sie den kleinen Jungs zuvor und klebt ihre Revier-Markierung an die Fenster. Ergebnis: jenauso wie jekratzt
Noch besser sind nur die Aufkleber auf einigen S-Bahn-Fenstern, die nicht nur durch die Verwendung von zehn Jahre altem angeblichen Jugendslang die Zielgruppe völlig verfehlen, sondern auch die gesamte Scheibe einnehmen und komplett undurchsichtig sind.
Ich war vor ein paar Wochen in Berlin und machte den Fehler, meinen Gastgeber während einer U-Bahn Fahrt nach dem Sinn hinter dieser geschmackvollen Folie zu fragen. Ein betrunkener Wirrkopf fühlte sich angesprochen und erzählte mir alles was es darüber zu wissen gibt (und einiges über sein Privatleben).
Zwei dieser Aufkleber gibts meines Wissens, auf einem steht “Na? Auch schonmal beim Scheibenkratzen erwischt worden? Voll peinlich! Und die Kohle für den neuen Player ist auch flöten.”, auf dem anderen “Hey!! Finger weg von der Scheibe! Dann blickst auch du besser durch. Außerdem wird jede Reparatur auf die Ticketpreise draufgeschlagen. Extrem uncool!”, jeweils neben dem überlebensgroßen Abbild eines streng blickenden jungen Mannes, das wie gesagt den Ausblick effektiver versperrt als noch so große Kratzer. Also vielleicht nicht in eigentlichen Sinne zehn Jahre alter angeblicher Jugendslang, aber doch ein ganz ähnlicher Ausdruck dieser gewissen bemühten Verkrampftheit, die solche Kampagnen öfter aufweisen.
Übrigens sind mir die Folien mit dem Brandenburger Tor drauf bis jetzt noch nicht aufgefallen bzw. schon, aber nicht so, daß ich gedacht hätte “ah, das ist gegen Kratzer.” Subtil! Ganz gut durchgucken kann man ja durch beides eigentlich noch.
Schade, die Auflösung des Bildes reicht leider nicht um beurteilen zu können, ob du denn auch den Perspektivenfehler, den eine der Säulen hat, originalgetreu reproduziert hast.
November 10th, 2010 at 18.35
Tja, dat is Berlin…
November 10th, 2010 at 18.37
da spricht mir einer aus dem herzen… durch gekratzte scheiben kann man wenigstens durchsehen…
November 10th, 2010 at 21.03
November 11th, 2010 at 01.53
wirklich ekelhaft dieser alberne wahrzeichen-müll, durch den man ständig auf die stadt blicken muss. besonders schön dafür das rot-blaue camouflagemuster auf den sitzen, in dem sich schlumpfkaugummis und nasenblut bestens tarnen können.
November 11th, 2010 at 09.49
Hat einer ne Ahnung warum der »Berliner Kamm« multipel flächendeckend auf die Scheiben geklebt wurde? Ist die Stadt so hässlich geworden, dass man das an der Stelle kaschieren will, oder gibt es einen »vernünftigen« Grund.
November 11th, 2010 at 09.54
Pfft, unökonomisches Fortbewegungsgerät auf Stelzen. Und da heisst es immer Dada sei tot.
November 11th, 2010 at 10.02
Das Krasseste ist ja, daß der “Berliner Kamm” auch noch in RICHTIG groß nachgebaut wurde:
http://www.onlinebussi.de/jappy/4/fol_brandenburger_tor_b.jpg
Ich meine: Wie krank ist DAS denn?
November 11th, 2010 at 10.05
Hauptstadtgeschichten
November 11th, 2010 at 10.54
I love the Camouflage!
November 11th, 2010 at 11.03
@ Christof: der “vernünftige” Grund ist der, dass die BVG nicht erträgt, dass da kleine Jungs Muster in die Fensterscheiben kratzen könnten. Also kommt sie den kleinen Jungs zuvor und klebt ihre Revier-Markierung an die Fenster. Ergebnis: jenauso wie jekratzt
November 11th, 2010 at 13.44
Noch besser sind nur die Aufkleber auf einigen S-Bahn-Fenstern, die nicht nur durch die Verwendung von zehn Jahre altem angeblichen Jugendslang die Zielgruppe völlig verfehlen, sondern auch die gesamte Scheibe einnehmen und komplett undurchsichtig sind.
November 11th, 2010 at 14.45
“zehn Jahre alter angeblicher Jugendslang”? Ich bitte um Beispiele!
November 11th, 2010 at 14.55
Ich war vor ein paar Wochen in Berlin und machte den Fehler, meinen Gastgeber während einer U-Bahn Fahrt nach dem Sinn hinter dieser geschmackvollen Folie zu fragen. Ein betrunkener Wirrkopf fühlte sich angesprochen und erzählte mir alles was es darüber zu wissen gibt (und einiges über sein Privatleben).
November 11th, 2010 at 16.07
@Haiko: oh, dann sind wir uns also schon mal begegnet… sorry, wegen dem Privatleben… aber die Else, ick sach dir… ick halts nichmehr aus…
November 11th, 2010 at 17.19
Zwei dieser Aufkleber gibts meines Wissens, auf einem steht “Na? Auch schonmal beim Scheibenkratzen erwischt worden? Voll peinlich! Und die Kohle für den neuen Player ist auch flöten.”, auf dem anderen “Hey!! Finger weg von der Scheibe! Dann blickst auch du besser durch. Außerdem wird jede Reparatur auf die Ticketpreise draufgeschlagen. Extrem uncool!”, jeweils neben dem überlebensgroßen Abbild eines streng blickenden jungen Mannes, das wie gesagt den Ausblick effektiver versperrt als noch so große Kratzer. Also vielleicht nicht in eigentlichen Sinne zehn Jahre alter angeblicher Jugendslang, aber doch ein ganz ähnlicher Ausdruck dieser gewissen bemühten Verkrampftheit, die solche Kampagnen öfter aufweisen.
Übrigens sind mir die Folien mit dem Brandenburger Tor drauf bis jetzt noch nicht aufgefallen bzw. schon, aber nicht so, daß ich gedacht hätte “ah, das ist gegen Kratzer.” Subtil! Ganz gut durchgucken kann man ja durch beides eigentlich noch.
November 12th, 2010 at 02.27
zum Thema Jugendslang ein gemopstes Bild:
http://blog.rebell.tv/files/images/2009/10/mob14972_1256574498.jpg
“flöten” fehlt am Ende.
November 12th, 2010 at 09.50
Da fehlt ja der junge Mann! Bestimmt schon weggekratzt (ein im Nachhinein offensichtlicher Kampagnenschwachpunkt).
November 24th, 2010 at 16.54
Schade, die Auflösung des Bildes reicht leider nicht um beurteilen zu können, ob du denn auch den Perspektivenfehler, den eine der Säulen hat, originalgetreu reproduziert hast.
November 24th, 2010 at 19.23
Nein, Anlass des Comics war ja, den zu korrigieren.