ist mir tatsächlich passiert: bin ins gespräch gekommen mit einem typen mitte 50, der im stammcafe stets mit seinem laptop arbeitete. als wir ins gespräch kamen, stellte sich heraus, dass bei ihm eine psychische krankheit diagnostiziert worden wäre, er medikamente nimmt und eine psychotherapie macht. die arbeit am laptop sei sein hobby: quantenphysik. er hätte eigene forschungen unternommen. insgesamt war die begegnung eher strange.
das problem hat sich gelöst, als sich durch das rauchverbot in kneipen das stammcafe in einen raucher- und nichtrauchersektor teilte. aus gesundheitlichen gründen sozusagen sitzen wir fortan getrennt.
dazu sollte ich noch sagen: zu meinen freunden zählen auch 2-3 psychisch kranke, die leute diskriminiere ich keineswegs. aber der typ war mir zu anstrengend und ich wollte nicht von ihm beeindruckt werden…
Im vorliegenden Fall würde das Abrasieren des Bartes ausreichen. Möglicherweise besteht aber auch für Nicht-Bartträger generelles Zutrittsverbot (siehe oben).
yup, das problem hab ich immer wieder, ich mache freundlich und saudumm wie ich bin ein bißchen smalltalk und bedenke die konsequenzen nicht. erst hat mich meine gemüsehändlerin zu sich eingeladen, dann hat mich eine nette mitturnerin bei der rückengymnastik zu einem auftritt ihres schwul-lesbischen chores eingeladen, und das zugfahren zur arbeit stresst mich auch schon, weil ich immer fürchte, die mitpendler zu treffen, mit denen ich mich zusammen getan hab, als der zug das letzte mal auf offener strecke liegengeblieben is, dabei würd ich viel lieber zeitung lesen…
Kompliziert ist es auch, wenn man sich mit zwei Stammgästen bereits separat unterhalten hat, und nun beide zur gleichen Zeit an verschiedenen Tischen essend vorfindet. Zu wem gesellt man sich? Erst zum einen, und wechselt nach der Hälfte der Mahlzeit zum anderen? Oder stellt man die beiden einander vor? Man könnte auch zuerst anhand der Teller-Füllmenge der Mitesser abschätzen, wie lange ungefähr deren Rest-Verweildauer währt, und sich dann zu dem setzen, der eher fertig sein wird. Oder man ist einfach immer der Erste und vergräbt seinen Blick in ein zufällig mitgeführtes Buch, dann kann jeder rücksichtsvoll so tun, als habe man einander nicht bemerkt und sich nur beim Rausgehen auf ein kurzes, überrascht grüßendes Nicken beschränken, das mit hochgezogenen Augenbrauen ein: “Ach, auch hier? Hätte ich Sie gesehen, hätte ich mich selbstverständlich zu Ihnen gesetzt!” andeuten kann. Mahlzeit.
Ich habs jedenfalls nach 13 Jahren vermiedenem Kontakt letzten Monat geschafft einem alten “Bahnsteigkumpel” beim Bäcker Guten Tag zu sagen. Obs ein Fehler war wird sich zeigen…
Ist mir tatsächlich passiert: in der Bahn jemanden wiedergetroffen, mit dem ich früher oft zu tun hatte, und er sagt: “es stört dich hoffentlich nicht, wenn ich jetzt Zeitung lese”. Das tat er dann auch bis zum Ende meiner Fahrt.
Seitdem bin ich (fast) davon überzeugt, dass man in jeder Situation alles sagen kann. Leider tu ich selbst das oft nicht.
November 17th, 2010 at 18.44
Ganz richtig! Hier lernt ihr fürs Leben Kinder!
November 17th, 2010 at 21.17
ist mir tatsächlich passiert: bin ins gespräch gekommen mit einem typen mitte 50, der im stammcafe stets mit seinem laptop arbeitete. als wir ins gespräch kamen, stellte sich heraus, dass bei ihm eine psychische krankheit diagnostiziert worden wäre, er medikamente nimmt und eine psychotherapie macht. die arbeit am laptop sei sein hobby: quantenphysik. er hätte eigene forschungen unternommen. insgesamt war die begegnung eher strange.
das problem hat sich gelöst, als sich durch das rauchverbot in kneipen das stammcafe in einen raucher- und nichtrauchersektor teilte. aus gesundheitlichen gründen sozusagen sitzen wir fortan getrennt.
November 17th, 2010 at 21.20
dazu sollte ich noch sagen: zu meinen freunden zählen auch 2-3 psychisch kranke, die leute diskriminiere ich keineswegs. aber der typ war mir zu anstrengend und ich wollte nicht von ihm beeindruckt werden…
November 18th, 2010 at 09.51
Im vorliegenden Fall würde das Abrasieren des Bartes ausreichen. Möglicherweise besteht aber auch für Nicht-Bartträger generelles Zutrittsverbot (siehe oben).
November 18th, 2010 at 09.59
yup, das problem hab ich immer wieder, ich mache freundlich und saudumm wie ich bin ein bißchen smalltalk und bedenke die konsequenzen nicht. erst hat mich meine gemüsehändlerin zu sich eingeladen, dann hat mich eine nette mitturnerin bei der rückengymnastik zu einem auftritt ihres schwul-lesbischen chores eingeladen, und das zugfahren zur arbeit stresst mich auch schon, weil ich immer fürchte, die mitpendler zu treffen, mit denen ich mich zusammen getan hab, als der zug das letzte mal auf offener strecke liegengeblieben is, dabei würd ich viel lieber zeitung lesen…
November 18th, 2010 at 10.43
Thats life!
November 18th, 2010 at 10.52
Wie haben Misanthropen solche “Probleme” eigentlich in früheren Zeiten gelöst?
November 18th, 2010 at 11.02
das letzte bild sieht irgendwie nach suppenkücke für obdachlose aus… naja, wo kann sich ein künstler sonst eine regelmäßige mahlzeit leisten?!
November 18th, 2010 at 11.39
Kompliziert ist es auch, wenn man sich mit zwei Stammgästen bereits separat unterhalten hat, und nun beide zur gleichen Zeit an verschiedenen Tischen essend vorfindet. Zu wem gesellt man sich? Erst zum einen, und wechselt nach der Hälfte der Mahlzeit zum anderen? Oder stellt man die beiden einander vor? Man könnte auch zuerst anhand der Teller-Füllmenge der Mitesser abschätzen, wie lange ungefähr deren Rest-Verweildauer währt, und sich dann zu dem setzen, der eher fertig sein wird. Oder man ist einfach immer der Erste und vergräbt seinen Blick in ein zufällig mitgeführtes Buch, dann kann jeder rücksichtsvoll so tun, als habe man einander nicht bemerkt und sich nur beim Rausgehen auf ein kurzes, überrascht grüßendes Nicken beschränken, das mit hochgezogenen Augenbrauen ein: “Ach, auch hier? Hätte ich Sie gesehen, hätte ich mich selbstverständlich zu Ihnen gesetzt!” andeuten kann. Mahlzeit.
November 18th, 2010 at 12.58
Ja, so kanns gehen!
Ich habs jedenfalls nach 13 Jahren vermiedenem Kontakt letzten Monat geschafft einem alten “Bahnsteigkumpel” beim Bäcker Guten Tag zu sagen. Obs ein Fehler war wird sich zeigen…
November 18th, 2010 at 16.49
Das ist im Internet tatsächlich etwas einfacher. Ach ja: Hallo zusammen!
November 19th, 2010 at 11.46
Ist mir tatsächlich passiert: in der Bahn jemanden wiedergetroffen, mit dem ich früher oft zu tun hatte, und er sagt: “es stört dich hoffentlich nicht, wenn ich jetzt Zeitung lese”. Das tat er dann auch bis zum Ende meiner Fahrt.
Seitdem bin ich (fast) davon überzeugt, dass man in jeder Situation alles sagen kann. Leider tu ich selbst das oft nicht.